Herzlichen Glückwunsch zum 25.
Geschrieben am 18. August 2007 von -.ZacK.-- liebe CD!

Zumindest Nachträglich, denn der Termin war leider schon gestern. Anlässlich eines solchen Jubiläums war es natürlich schwer, mit der CD in Kontakt zu treten. Trotzdem haben wir es geschafft, ein kleines Interview zu organisieren, welches wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen.
Hemmerling – Computer :: Technik: Ja, liebe CD, wie hat sich das eigentlich angefühlt, als du so das erste mal “in Masse” produziert wurdest?
Compact Disc: (lacht) Naja, eine wirkliche “Masse” war das ja noch nicht.. ..zumindest im Vergleich zu heute! Und ansonsten, naja, früher wurde ich ja noch ganz behutsam behandelt.. ich weiß noch, dass das sogar hier in Deutschland war. Genau, in der Nähe von Hannover, in Langenhagen.. ..man hat sich damals in den “Polygram”-Werken zum Pressen für jede Scheibe ganze 28 Sekunden Zeit gelassen! Heutzutage werden meine Vettern ja alle in unter 3 Sekunden abgefertigt.
AHCT: Mit Deiner Bemerkung über die Masse hast du natürlich Recht. Schließlich ging diese erste Auflage nur in die Tausend. 1982 wurden dann schon immerhin eine halbe Million Deiner Art produziert, 1988 waren es weltweit schon über 100 Millionen! Im Jahre 1990 wurdest Du erstmals so oft gepresst, dass Du damit Musikkasetten und LPs zusammen übertrafst. Und dann, 1994, übertrafen Deine Herstellungszahlen schließlich alle übrigen Formate zusammen ums doppelte!
CD: (ist sichtlich erfreut) Tja. So sieht halt eine wahrer Siegeszug aus!
AHCT: Klangen die Lieder von ABBAs Album “The Visitors” gut, oder hättest Du lieber mit einer anderen Band Geschichte geschrieben?
CD: Das ist aber eine schwere Frage! Ich würde sagen, mit irgendetwas muss es ja anfangen.. ..und wenn ich überdenke, wer es so alles gewagt hat, mich als Medium für – oft nur so genannte – “Musik” zu verwenden, war ABBA eigentlich ein ganz guter Einstieg.
AHCT: Und stimmt eigentlich, dass Du nur deshalb 12cm im Durchmesser misst, damit Beethovens Neunte Sinfonie genau auf Dich passt?
CD: Ja. Nein. Jein. – Ursprünglich sollte ich ganze 30cm groß sein! Damit hätten zwar im damaligen Format 30 Minuten Film auf mir gespeichert werden können, aber auch über 13 Stunden(!) Musik. – Damit war die Musikindustrie aber überhaupt nicht einverstanden, also musste eine andere Größe Gefunden werden.
Einer meiner Väter, Philips, hatte ja vorher die CC – also CompactCasette auf den Markt gebracht. Diese maß 11,5cm, also sollte ich ebenso groß sein. Damit war der damalige Vizepräsident Norio Ohga meines anderen Vaters Sony aber nicht einverstanden. Er wollte nämlich Beethovens Neunte Sinfonie mit mir hören. Und da diese in der längsten Version exakt 74 Minuten dauert, war damit ein neuer Standard geboren, welcher im sogenannten “Red Book” festgeschrieben wurde.
Das Loch in meiner Mitte wurde übrigens eher willkürlich fesgelegt. Meine Eltern orientierte sich damals angeblich an der kleinsten seinerzeit bekannten Geldmünze – dem niederländischen 10-Cent-Stück.
AHCT: Gab es da nicht noch eine Intervention von Philips?
CD: Achja, genau. Die waren der Meinung, dass ich mit diesem Maß in keine Anzugtasche passen würde, woraufhin von Sony Anzüge in aller Welt vermessen wurden. – Das Ergebnis seht ihr ja. (lächelt)
AHCT: Und wie fühlt es sich an, Urgoßvater von so vielen anderen Formaten zu sein? Zum Beispiel die schon 1985 im “Yellow Book” spezifizierte CD-ROM, welche definitiv maßgeblich am Erfolg des PCs beteiligt ist.
CD: Ich muss zugeben, dass das schon ein schönes Gefühl ist, wenn einem quasi die ganze Welt zu Füssen liegt. Schließlich gibt es ja nicht nur die CD-ROM! Alle Formate die mir bekannt sind (ausser CD-DA, das bin ich ja selbst) wären: CD-ROM, Enhanced Music CD (Mixed-Mode-CD), CD-i, CD-R, CD-RW, CD+G, Video-CD, Photo-CD, SACD (Super Audio CD), DDCD (Double Density CD), DDCD-R, DDCD-RW, HDCD
AHCT: Sehr interessant. Dann bedanke ich mich hiermit im Namen aller Kunden (und vor allem Blogleser) von Hemmerling – Computer :: Technik für dieses sehr interessante und aufschlussreiche Interview und wünsche ihnen sowie auch Ihren Nachkommen noch ein langes, weiterhin erfolgreiches Leben.
CD: Bitte sehr, ist doch kein Thema.
[KW]
Tags: Geburtstag • Informationen • Spaß
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lol, das ist auch gut.
Respekt, das hat der Konrad aber gut gemacht!
möcht mal wissen, wo er das kopiert hat
Hat er in harter Kleinarbeit gerade selbst geschrieben! Ich bin Zeuge!
P.S.
Tipps zum Umgang mit CDs und DVDs
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/com/1204161.htm
nirgends… -.-
in knapp 2-Stündiger Arbeit selbst recherchiert und geschrieben…
und wer mir das nicht zutraut, der ist…
..einfach nur arm =P
hmmm, dann hat er dies wirklich sehr gut gemacht. aber ansonsten wäre es ja auch nicht Konrad, oder?
Montag kommt dann ein Beitrag zu Konrad-Maschine … dem “KonBot” !!!
Konrad in allen einzelheiten, mal in 4D dargestellt,
das nenne ich ja mal eine super kreative idee *lob* weiter so
Ihr habt nen Ding an der Waffel
Achso übrigens die CD hat gar keine so hohe Lebensdauer, die sollte sich mal nen Beispiel am Microfilm oder ähnlichen analogen Material nehmen
Wenn man nicht gerade die 100er Billigspindel vom Lebensmitteldiscounter nimmt, sondern z.B. die VERBATIM ARCHIVAL GRADE, dann sollten die DVDs laut Herstellerangaben 100 Jahre halten …
Am längsten halten immernoch die guten alten Höhlenmalereien oder Steintafeln. Nur die Kapazität und die Schreib- Leserate sind etwas mager!
100 Jahre ist absurd. Normale CDs oder CD-Rs können das schon technisch nicht leisten. Je nach Farbstoff (Gold = Phthalocyanin am langlebigsten) der Rohlinge, Brenner und Lagerung überleben diese stark unterschiedliche Zeiträume. Wesentlich dabei ist auch nur das Mindesthaltbarkeitsdatum was nach meinem Wissen kein Händler garantiert. DVDs sind in der Regel noch anfälliger, da sie eine höhere Datendichte besitzen.
Wenn die VERBATIM 30 Jahre bei normaler Lagerung und gelegentlicher Nutzung überleben würden wäre das schon nett und deutlich überm durchnitt. Aber die meisten werden wahrscheinlich wie ich die wichtigen Daten regelmäßig neu Brennen … safety first ^^
Übrigens das Bundesarchiv speichert die seine Daten auf Cellulosenitratfilmen, die werden wissen warum
nur mal als tip, ich habe noch gebrannte CD´s von 1995, ich bin nicht gerade feinfüllig damit umgegangen und die laufen immer noch wie am schnürchen, ok es sind auch platinum rohlinge. die billig dinger haben keine 5 jahre überlebt. wenn ich überlege wie lange einmal brennen damals noch gedauert hat, das war schon irre.
hmmm 1995 – 2007 = 12 Jahre. Wenn die 2095 noch gehen mach bitte mal nen post
mach ich dann, grins, dann wäre ich, öhh, mal schnell rechnen. warte, jetzt: 109 Jahre.
Jungspund