Es wird teurer!
Geschrieben am 24. Oktober 2008 von AndyDie meissten Waren aus der Computerbranche werden in Dollar gehandelt. Der starke Euro der vergangen Zeit hat neben dem “normalen” Preisverfall bei Computertechnik zu extra niedrigen Preisen geführt. Hier mal der Euro/Dollar Kurs der letzten Monate:

Wie man sieht, ist der Dollar stark gestiegen (bzw. der Euro gefallen). Das führt z.B. dazu, dass wir in den letzten Wochen immer mehr für unsere Ware bezahlen müssen und damit die Preise steigen! Das soll keine Panikmache sein – in unserer Branche gibt es ja sowieso einen starken Preisverfall.
Tags: Allgemein • Hardware
Kategorie: Kunden • Wissenswertes
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verdammt Globalisierung…
Die Distributoren greifen aber auch gerne mal stärker zu, als es mit dem Wechselkurs begründbar wäre.
Das kann ich nicht beurteilen. Allgemein nutzt ein Preisanstieg aber bestimmt jeder kurzfristig aus. Der Markt wird es aber schon wieder richten …
Das Währungsrisiko können Industrie/Importeur/Großhandel allerdings absichern und damit die Preise stabil halten.
Die Textilbranche rechnet weltweit auch in US-Dollar, zusätzlich gibt es Schwankungen an den Rohstoffmärkten. Trotzdem kostet eine Levis-Jeans seit der Einführung des Euro durchschnittlich 80 Euro. Oder hast Du einen Verkäufer bei Karstadt schonmal lamentieren hören, die Jeans seien schon wieder teurer geworden, wegen einer Verknappung von Baumwolle an den Rohstoffmärkten und dem bösen Dollar? Das könnte der wahrscheinlich auch schlecht durchsetzen, die Kunden würden antworten: Das ist doch Dein Problem!
Mag ja sein, aber:
Gewinnspanne bei Klamotten >100%
Gewinnspanne Hardware <10%
Es gibt noch eine Menge anderer Beispiele.
Deutsche Autos sind in den USA zum Beispiel billiger als hier und die Preislisten werden auch nicht jedes Mal geändert, wenn sich der Wechselkurs ändert. Porsche setzt die meisten Autos außerhalb Deutschlands ab.
Ohne eine Absicherung von Währungsrisiken (Devisen-Hedging) läuft da nichts.
@Schbähm: Kauf die doch deine Levi’s per US-Import, kommt dich wesentlich günstiger.
Das gesparte Geld kannst du dann als Dankeschön sehen, uns mit intelektuell klingenden Kommentaren über die Wirtschaft zu verschonen.
@Maruk:
Wenn Du eine Hose aus den USA importierst, sparst Du wegen der Kosten (Luftfracht 20 – 30 Euro, Einfuhrzoll 20 % bei Textilien aus den USA auf Warenwert + Luftfracht, Einfuhrumsatzsteuer 19 % auf Warenwert + Luftfracht + Einfuhrzoll) leider gar nichts. Deshalb mache ich das nur mit Waren, die man hier nicht bekommt, zum Beispiel original Hawaii-Hemden.
Wenn Du das schonmal ausprobiert hättest, wüsstest Du, daß der Freibetrag bei lächerlichen 22 Euro (Warenwert inkl. Frachtkosten!) liegt, egal wie billig die Hose ist, da kommst Du allein schon mit den Frachtkosten ran. Und dann muß der Gesamtbetrag ab dem ersten Dollar/Euro komplett verzollt und versteuert werden.
Vorteile von der Globalisierung haben nur die Großkonzerne, der Endverbraucher hat leider gar nichts davon.
P.S.: “Intelektuell” schreibt man übrigens anders …
Mach ruhig so weiter, spam! Mit deinen Hawaii-Hemden verursachst du nicht nur Netzhautschäden bei armen Passanten, sondern zerstörst auch noch die deutsche Textilindustrie.
Von dir hätte ich erwartet, daß du nur Trigema trägst.
Schande!
freibetrag 22€, hab ich was verpasst? ich denke der liegt bei 200€ egal was. ausserdem kann man ds ganze umgehen indem man es als geschenk senden lässt, wenn du schonmal sachen bestellt hättest, spam, dann wüsstest du dass auch.
@Hoschi:
Hawaii-Hemden werden wenigstens noch in den USA hergestellt und nicht in Ostasien. Ausserdem wäre mir jetzt keine deutsche Firma bekannt, die Hawaii-Hemden herstellt. Aber Trachten kann man aus deutscher und österreichischer Produktion bekommen, man muß also nicht zwangsläufig nur in Sportklamotten herumlaufen.
@Odi waN:
Der Absender ist eine Firma und im Paket befindet sich Neuware/Handelsware nebst Rechnung. Für wie blöd hältst Du den Zoll eigentlich?
Für “Geschenke” (Sendungen von privat an privat) erhöht sich die Freigrenze von 22 Euro auf 45 Euro (Warenwert inkl. Versandkosten). Von Firma zu Firma geht ein Wert von 50 Euro inkl. Versandkosten als “Warenmuster” oder “Probe” durch. Eine Freigrenze von 200 Euro gibt es nicht. Bei persönlicher Einfuhr (also kein Versand, sondern als Reisemitbringsel) liegt der Freibetrag bei 175 Euro.
http://www.zoll.de/faq/reiseverkehr/sonstiges/index.html#gewerblich_fragen18
was will der zoll mit der ware machen, wenn da keine rechnung dabei ist? nämlich nix.
Kommt drauf an:
Wenn die Lieferung mit der normalen Post (DHL) kommt, übergibt diese die Sendung dem Zoll. Wenn der Absender eine Firma ist, der Empfänger eine Privatperson ist, und der Inhalt des Paketes Neuware/Handelsware ist, dann hält der Zoll die Sendung zurück und schreibt den Empfänger an: Bitte Sendung abholen und Kaufbelege (Rechnung, Kreditkartenabrechnung usw.) mitbringen. Wenn der Empfänger den Kaufbetrag dann nicht schlüssig belegen kann, wird geschätzt. Über den (auf jeden Fall viel zu hohen) Schätzbetrag ergeht ein Zollbescheid, der sofort zahlbar ist, und den der Empfänger auf dem Verwaltungsgerichtswege später anfechten kann, wenn er denn Lust dazu hat.
Wenn die Lieferung mit einem privaten Expressdienst kommt (z. B. UPS Worldwide Express), dann wickelt dieser im (kostenpflichtigen) Auftrag des Absenders die Zollformalitäten für den Empfänger ab. Bei meiner letzten Lieferung über 5 Hawaii-Hemden aus Honolulu hatte der Absender dem Paket eine viel zu niedrige Rechnung über 20 US-$ beigelegt, was ich allerdings nicht wusste (der tatsächliche Wert war aber ca. das 10-fache). Das hat der Zoll natürlich (zu Recht) nicht geglaubt. UPS hat mich dann angerufen und mir mitgeteilt, dass die Sendung aus diesem Grund vom Zoll zurückgehalten würde. Ich habe denen dann PDFs gemailt (Auftragsbestätigung des Online-Shops, Kreditkartenabrechnung), die UPS an den Zoll weitergeleitet hat. Tags darauf kam die Sendung dann bei mir an und ein paar Tage später eine Rechnung von UPS über den verauslagten Zoll- und Einfuhrumsatzsteuerbetrag.
Ja das wird bestimmt noch lustig – ich habe vor ein paar Tagen Ersatzakkus für die Logitech G7 Maus bestellt. Gibt es nirgendwo ausser auf eBay USA. Mal sehen, was das wird …
Keine Sorge, der Zoll wird die Akkus schön mit der Messerspitze auseinandernehmen, um sicherzustellen, daß Ihr da auch keine Drogen schmuggelt …
Spiegel TV-Videos über “Die Spürnasen vom Zoll”:
http://www.spiegel.de/video/video-38118.html
Oder die werden sich die Akkus gleich selber einstecken ;-).
Ich kenne einige beim Zoll/BGS, die auch gerne zocken und eine Logitech G7 Maus haben
@Andy: Ohne jetzt mal den Finger zu erheben: Der BGS wurde im Juli 2005 in Bundespolizei umbenannt.
Ja, ich weiss! Und Raider heisst jetzt Twix
Ist aber halt noch so drin im Gehirn-ROM.
Wie hieß eigentlich noch mal die Stasi-Abteilung in den Postverteilzentren der DDR, wo die Post untersucht wurde?
Ich meine irgendwas mit “Stelle 16″ (oder 17) stand da als Tarnbezeichnung an der Tür? Gibt’s das Berufsbild des Briefaufdampfers denn noch?
Keine Ahnung. Aber wer schreibt denn noch Briefe?
Jeder, der nicht in der Lage ist, seine E-Mails zu verschlüsseln und/oder E-Mail-Kontakte hat, die nicht in der Lage sind, ihre E-Mails zu verschlüsseln, sollte besser weiterhin die gute alte Briefpost verwenden. Das ist für die meisten Anwender die einfachere Lösung.