Kleines Missgeschick
Geschrieben am 17. Juli 2008 von AndySelten, aber immer wieder mal, probieren Kunden den kleinen roten “230″ Schalter am Netzteil aus. Dies endet in einem Knall, welcher das Ableben des Netzteils akustisch untermalt! In den meißten Fällen geht die Sache mehr oder weniger gut aus und es bleibt bei einem defekten Netzteil.
Auch dieser Kunde hatte Glück und kam relativ preiswert und schnell dabei weg.


Tags: "Experte" • defekt • Kunden • Netzteil
Kategorie: Kunden • Oooops
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Langsam müssen wir wohl noch amerikanischer Art gesonderte Hinweise an solch Schalter anbringen
“WENN SIE HIER EINE 230 LESEN, IST DER SCHALTER FÜR EUROPA FALSCH GESCHALTET!!!”
Als ich einst in einem PC-Laden gejobbt habe, kam ich Mittags zur Arbeit und mein Kollege erzählte, daß er schon 4 Netzteile zerlegt hätte.
Ich nehme eins nach dem anderen in die Hand und frage ihn:
“Warum stehen die denn alle auf 110V?”
Kollege wird ganz blaß und stammelt: “Wie? Was? Neeeein! Zeig mal!”
Ich mußte sehr schnell laufen, als er dann gesehen hat, daß der Schalter richtig stand…
(Später stellte sich heraus, daß von 30 Stck. immerhin 17 defekt waren.)
Eine Lösung wäre die Verwendung von länderspezifischen Netzteilen ohne diese Umschaltmöglichkeit.
Oder wie viele von euren Rechnern gehen an Kunden in Ländern mit einer Netzspannung von 110 Volt?
Die Masse der NTs die wir verbauen ist länderspezifisch – man sieht zB das jetzt in den PC eingebaute…
Und um deine andere Frage zu beantworten: Ich weiß von midestens 6 Leuten die mit Ihrem PC nicht mehr in Deutschland sind… … 2 davon zB auf Kuba!
Der Kundenrechner war nicht von uns. Es war ein ASUS Komplettrechner aus dem Internet …
so blöd mus man erstmal sein. da steht doch gaaaaanz gross 230 dran und der schalter ist ROT!
Das ist pure Neugier (so antworten die meissten Kunden auf die Frage “WARUM NUR?”)
Ich kenn den Knall auch. Auch eine Überspannung. Aber ich habe damals nicht am Schalter gespielt… Gewitter und ich wollte nicht ausmachen.
Dummerweise war es, wie ich später feststellte (nachdem ein neues Netzteil gekauft und eingebaut war und direkt nach dem Starten einen Knall von sich gab und auch den Geist aufgab) feststellen, das sich im ersten Fall die CPU rettend vor alle Sicherungen geworfen hat und ihr letztes bisschen Leben aushauchte – hatte aber auch sein Gutes, da so die Era Desktop endete und durch die Era Laptop ersetzt wurde…
Ich trauere aber noch immer meinem alten P3 hinterher, der mich 7 Jahre lang begleitet hat…
Wir (besser: ich) hatte(n) auch schon einen ganz schönen Knall: http://www.ahct.de/blog/2006/02/15/mit-blitz-und-knall-in-den-feierabend/
…auch weniger lustig gewesen damals…
Ein Bekannter probierte da auch mal bei seinem ENERMAX Netzteil aus. Ergebniss: KNALL!
Das Teil läuft aber immernoch – seit ca. 5 Jahren!
hat nix mit dem thema zutun aber ich find den satz klasse.
“Merke, LC Power ist kein Netzteil, sondern ein China Böller”
was ja auch stimmt
Es steht ja auch “CE” drauf (= China Export) …
LOL @ Spam!
@Odi
Für billigere Netzteile ist die Marke “LC-Power” voll ok.
Ich kann mich an keine Reklamation eines von uns verkauften LC-Power Netzteils erinnern! Das setzt natürlich vorraus, das der Kunde die Teile nicht in absolute High-End-Stromfress-PCs einbaut!
@Andy: Das ist aber leider wahr!
“Missbräuchliche Verwendung einer sehr ähnlichen CE-Kennzeichnung (China Export)
Im Zuge der gehäuften Meldungen über nicht gesetzeskonforme „Made in China“-Spielzeuge, aber auch im Kampf gegen die Produktpiraterie, wurden missbräuchliche Verwendungen der CE-Kennzeichnung festgestellt. Bei solchen Produkten sind die Buchstaben CE in fast nicht von der Original-CE-Kennzeichnung unterscheidbaren Weise aufgedruckt. Hierbei symbolisieren die Buchstaben CE, welche in einem leicht kleineren Abstand als bei der „Conformité Européenne“-Kennzeichnung stehen, lediglich die Abkürzung für „China Export“. Zu dieser Problematik hat die Stellvertreterin des EU-Ausschusses für internationalen Handel im November 2007 der EU-Kommission eine parlamentarische Anfrage eingereicht.”
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/CE-Kennzeichnung
>> Zu dieser Problematik hat die Stellvertreterin des EU-Ausschusses für internationalen Handel im November 2007 der EU-Kommission eine parlamentarische Anfrage eingereicht.”
Na dann wird ja alles gut
Jau, jetzt haben die Chinesen wahrscheinlich voll Angst.
Besseres Rezept: Produkte aus China meiden.
Das versuche ich ja, wo es geht (Hauptsächlich bei Kinderspielzeug).
Bei Eletronik lässt sich das aber nur schwer vermeiden!
Bei Elektronik geht das auch. Man kann Non-China-Ware verlangen oder auch ganz einfach mal auf das eine oder andere Produkt ganz verzichten.
ajajai… komplizierte Sache.
Für einen persönlich mag das ja noch ganz gut gehen – aber in einer 60k-Einwohner-Stadt mit *zähl* mindestens 12 Computerfachgeschäften, ungezählten “PC-Not-Diensten” und 2 Elektromärkten kommt man leider nicht drumherum “Chinaqualität” anzubieten..
Wir versuchen, möglichst viele Kunden dafür zu sensibilisieren & Ihnen zu erklären, warum das jetzt 5€ teurer ist als beim Mitbewerber… …klappt leider nicht immer.
Das ist doch ganz einfach zu erklären:
Dann sollen sich die Leute für die nahe Zukunft schon mal an chinesische Verhältnisse auch bei uns gewöhnen:
- das Gehalt wird gekürzt auf 50 – 100 $ monatlich
- alle Sozialleistungen einschliesslich Krankenversicherung und Rente werden ersatzlos gestrichen
- alle Sicherheitsvorschriften werden ersatzlos gestrichen
(egal ob Crashtests bei Autos oder Sicherheitsvorkehrungen in Bergwerken, auf einzelne Menschenleben kommt es nicht an, davon haben auch wir hier schliesslich mehr als genug)
Geiz ist geil!
Traurig, aber wahr!
Wenigstens steigen die Produktionskosten in China an! Wahrscheinlich werden wir uns irgendwo in der Mitte treffen – dann, wenn die Globalisierung vollendet ist und alles überall gleich ist ….
china ware meiden? dann baut mal eure nvidia karten aus, die kommen alle aus china.
Es gibt leider nur einen Motherboard-Hersteller in Europa:
FSC (Produktionsstätten in Augsburg und Sömmerda).
Leider müsst ihr dann mit der Onboard-Grafik auskommen.
Die Bauteile werden aber sicherlich nicht in Deutschland gefertigt, sondern zugekauft ?!?
Die Gehäuse und die Netzteile konstruieren und bauen die auch selber. Andere Komponenten, zum Beispiel optische Laufwerke, sind aber Standard-Komponenten; in meinem Esprimo Green-PC ist zum Beispiel ein DVD-Laufwerk von Sony drin, das wegen dem Betriebsgeräusch offensichtlich gedrosselt / heruntergebremst wurde. Festplatten bauen sie sicherlich auch nicht selbst, verwenden aber leise Modelle (niedrige Drehzahl) und hängen die im Gehäuse an Gummibändern auf.
Steckkarten sind in meinem überhaupt nicht drin (und wären auch nur über eine separat zu bestellende Riser-Card einbaubar), es ist also alles onboard. Das spart Strom …
Also im wird im Endeffekt nur die Montage in Deutschland gemacht (vom Tower und Netzteil mal abgesehen). Immerhin etwas.
So gesehen machen wir das ja nicht anders
Nein, die Motherboards werden in Deutschland hergestellt.
Ohne Verwendung von Blei/Brom/Halogen/Quecksilber, Platinen werden nicht gewaschen usw.
Die Entsorgung ist über ein eigenes Recycling-Zentrum in Paderborn sichergestellt.
Machen Asus, MSI, ASRock & Konsorten das auch?
Habt ihr da schon mal eine Werksbesichtigung gemacht?
Und wenn ja, mussten die vorher noch schnell die ganzen vergifteten Kinder vor euch verstecken?
Gab es noch organisches Leben im Bereich der Fabrik-Abwässer?
Auch ein Pluspunkt, wenn die Platine hier zusammengesetzt wird. Aber was ist mit den Bauteilen da drauf? Ich kann mir nicht vorstellen, dass alle Chips / Wiederstände / Kondensatoren …. hier produziert werden. Die kommen doch bestimmt auch aus China & co. zu den gleichen schlechten Bedingungen ?!?
Die Chipsätze sind von Intel, der Rest – keine Ahnung.
Auf Widerständen und Kondensatoren sind meist irgendwelche Nummern aufgedruckt, die werde ich dann demnächst mal bei Google eintippen, wenn ich mal wieder Lust habe, das Gehäuse zu öffnen (z. B. zum Druckluft-Durchpusten).
Intel wird ja auch gerade gedisst:
http://www.heise.de/newsticker/Bruessel-verdirbt-Intel-die-Partystimmung–/meldung/113010
Gibt’s (außer Hemmerling Computer) eigentlich keine anständigen Firmen mehr auf der Welt, bei denen man mit gutem Gewissen kaufen kann?
ich kenne nur ein hersteller dieser bauteile und der nennt sich FOXCONN. sry aber alle widerstände etc. kommen aus taiwan von foxconn.
Nicht nur Widerständ, so zielmlich alle Anschlußbuchsen auf den Boards / Grafikkarten auch. Manchmal ist der Name FOXCONN auch noch mit eingeprägt!
Ein weltweites Monopol? Heftig …
Seit einiger Zeit versucht sich Foxconn ja auch unter eigenem Namen … mit bescheidenem Erfolg …