Man kann es ja mal versuchen!
Geschrieben am 28. Februar 2012 von -.ZacK.-Ein Kunde kam mit einem bei uns erworbenen Notebook zu uns. “Ist kaputt, geht gar nicht mehr” war die Fehlerbeschreibung … und natürlich fielen die allseits beliebten Sätze “Ich hab Garantie!” und “Ich hab nichts gemacht!”.
Nun denn.
Da vom Gerät ein recht eindeutiger Alkoholgeruch ausging, kam ich nicht umhin, einfach mal die Tastatur abzuschrauben – und siehe da:
Es kamen eklige, stinkende und klebrige (Bier?) Getränkereste zum Vorschein. Da mich dann nur noch zwei weitere Schrauben vom Mainboard trennten, konnte ich nicht widerstehen – und noch ein Volltreffer:
Da hat es wohl den einen oder anderen Chip gegrillt.
Ende vom Lied: Keine Gewährleistung und auch keine Garantie. Wir haben dem Kunden dann ein (durchaus faires) Angebot zum Tausch des Mainboards gemacht – bisher ohne Reaktion.
Tags: dahingeschmolzen • defekt • Kunden • Mainboard • Notebook
Kategorie: Allgemein • Kunden
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haha, ich versteh die Leute nicht!
Kostet denen das Alles zu wenig oder warum wird mit solch Sachen unachtsam umgegangen?
Da ist es dann schon verständlich, dass manch Arbeitgeben eine Betriebsanweisung haben: “Der Verzehr von Speisen und Getränken am Bildschirmarbeitsplatz ist untersagt/verboten!”
Ich empfehle Rotwein, der macht weder Bier- noch Senfflecken!
Mir ist neulich Tee über mein Notebook gelaufen. Eine fast volle Kanne, komplett über der Tastatur umgekippt. Eine Sekunde lang war ich dem Herzanfall nahe, dann erinnerte ich mich daran, ein Thinkpad zu besitzen. Man kann ja über Lenovo lästern was man will – einige sinnvolle Eigenschaften der Thinkpad-Serie haben die Chinesen sogar bei den preiswerten Edge-Modellen beibehalten. Die Drainagen, die über der Tastatur auslaufende Flüssigkeiten direkt nach unten durchleiten und die Flüssigkeit gar nicht erst mit der Elektronik in Berührung kommen lassen, gehören dazu.. Hätte dem Kunden sicher auch den Abend gerettet – Glas unters Notebook stellen und schon wäre das schöne Bier nicht verschwendet gewesen.
@Computerfuzzi:
Stimmt, die Thinkpads sind ja konzeptionell für solche Unfälle vorbereitet.
Ich habe hier noch ein aktuelles Fujitsu Lifebook, das hat auch eine spritzwassergeschützte Tastatur.
@Spam: Ist das eine “The internet is for porn”-Edition?
@Hoschi:
Ja sischa dat!
Meine Freundin hatte sich gebraucht ein älteres Thinkpad gekauft … und gleich am ersten Abend ein komplettes Glas Wasser versehentlich reingeschüttet, und war natürlich sehr betrübt. Sicherheitshalber haben wir alle Trocknen lassen, und es hat tatsächlich noch funktioniert. Meiner Freundin ist ein riesiger Stein vom herzen gefallen, denn sie brauchte das Gerät recht dringend, und hatte kein Geld für ein neues. Und so funktioniert es noch immer
Das verhalten des Kunden das dann zu versuchen als Garantie durchzukriegen ist natürlich ein dicker Hund.
@Rubbel: Wer ein Gerät tatsächlich gebraucht und nicht zur Deko rumstehen hat, und dann auch nicht zu den “perfekten” 5% der Bevölkerung gehört zu der du dich offenbar zählst, dem kann so etwas auch mal passieren. Das hat nicht unbedingt etwas mit Unachtsamkeit zu tun. Ich hab auch schon 4-5x Tastaturen mit Flüssigkeit ruiniert – deshalb nutze ich auch schon seit längeren nur Tastaturen die ich gebraucht für Umsonst (schmeiss ich / wir sonst weg) bekommen habe.
In Betrieben halte ich es für Bereiche, in denen z.B. mit Ware gearbeitet wird für sinnvoll – aber nicht pauschal bei PC-Arbeitsplätzen – der maximale Schaden für den Betrieb sind 6-8EUR – das sollte die bequemlichkeit der Angestellten Wert sein denke ich – zumindest bei unseren 400 Arbeitsplätzen kommt so etwas maximal 3-4x im Jahr vor. Die Kollegen entschuldigen sich und gut ist. Was es an Arbeitszeit kostet wenn die Kollegen eine Pause machen müssen für jeden Schluck den sie trinken wollen oder, wenn sie sich dafür ausstempeln müssten an unzufriedenheit verursachen würde, rechtfertigt das sicherlich nicht. Da gibts teurere und größere Baustellen die Mitarbeiter verursachen können