Vergesslichkeit

Donnerstag, März 11th, 2010

Eine unserer Stammkundinnen hat ein Problem:
Sie ist vergesslich.

Sie vergisst, dass sie USB-Sticks jedweder Art in Ihr Notebook gesteckt hat. Das führt beim Einpacken des Gerätes in die Tasche oder beim “An-die-Wand-schieben” des Laptops zu einer erhöhten Verschleißquote bei USB-Peripherie. Vor nicht allzu langer Zeit schien eine Lösung gefunden:

Ihr neues Notebook hat alle USB-Anschlüsse (bis auf einen) an den Seiten, WLAN und Bluetooth sind integriert. Diesen einen verbleibenden Steckplatz wollte Sie nun ausschließlich für den Empfänger Ihrer Maus, eine Logitech VX Nano, nutzen. Dieser ist ja bekanntermaßen (daher auch der Name) sehr klein.

Und trotzdem hat Sie es mal wieder geschafft:

Logitech Nano empfaenger und trotzdem kaputt

Ich habe keine Vorstellung, wie viel Kraft man in was für einem Winkel aufwenden muss, um den Empfänger effektiv zu zerstören. Eigentlich will ich es auch gar nicht wissen. ;)

Aber auch diesesmal konnten wir Ihr eine Lösung anbieten, die nun wohl (hoffentlich) endgültig sein wird:

Ihre neue Maus ist eine Logitech V470 mit Bluetooth – also ist kein zusätzlicher Empfänger mehr notwendig. Ich hoffe nur, dass sie nicht wieder auf die Idee kommt, irgendetwas in die hintere USB-Buchse zu stecken.

Mal wieder ein Pärchen

Dienstag, Januar 26th, 2010

Wir haben es bereits das eine oder andere mal hier im Blog dokumentiert: So manche defekte PCs kommen Pärchenweise. In diesem Fall sind es 2 HP-Notebooks, die im Abstand von 10 Minuten abgegeben wurden. Beide mit dem gleichen Problem: Windows startet nicht mehr, der Fehlercode des Bluescreens deutet auf einen Festplattenfehler hin.

2 defekte HP Notebooks

Unnötig zu erwähnen, dass in beiden Fällen die Garantie gerade erst abgelaufen ist, oder?

Explodierte Southbridge

Mittwoch, Januar 20th, 2010

Passend zum Eintrag “Explodierter RAM” von vorgestern präsentieren wir allen geneigten Lesern heute eine explodierte Southbridge:
(Wem der Anblick verstümmelter Hardware zu grausam ist, sollte diesen Beitrag besser überspringen.)

explodierte Southbridge 1explodierte Southbridge 2
(draufklicken zum Vergrößern)

Ich schwöre, dass wir nichts damit zu tun haben und uns die PCs von den entsprechenden Kunden bereits so defekt gebracht wurden. Ehrlich, wir grillen keine Hardware und essen Sie auch genauso wenig zum Mittag! ;)

Allerdings ist das zugegebenermaßen schon eine sehr ungewöhnliche Häufung an geschmolzenen Bauteilen, zumal die aktuell herrschenden Temperaturen nur recht wenig damit zu tun haben können…

Explodierter RAM

Montag, Januar 18th, 2010

Defekte Arbeitsspeicher fallen uns des öfteren in die Hände. Aber defekte RAM-Riegel, bei denen ein Chip explodiert ist, sind dann doch eher selten.

explodierter RAM Chip

In diesem Fall handelte es sich zum Glück nur um ein SD-RAM-Modul, welches wir schnell und kostengünstig ersetzen konnten.

Da brummt was

Donnerstag, Januar 7th, 2010

Dieser Lüfter stammt aus einem Kunden-PC, welcher mit der Fehlerbeschreibung “da brummt irgendwas ein bißchen” den Weg zu uns fand.
Ich würde “das bißchen Brummen” eher mit “da klingt was wie ein startender Hubschrauber” beschreiben – aber das sieht hört ja jeder anders.

leicht defekter Luefter

Für schmale 5,99€ konnte dem Kunden in diesem Fall innerhalb von 5 Minuten mit einem neuen temperaturgeregeltem Lüfter geholfen werden.

PS1: Der Kunde hat natürlich “nichts gemacht”. Brechen Lüfterblätter von alleine ab?

PS2: Ich glaube, 3 abgebrochene Lüfterblätter sind ein neuer Rekord…

Keine Flüssigkeit?

Montag, Dezember 21st, 2009

Ein Kunde brachte ein Notebook wegen eines Garantiefalls zu uns. Nach dem Drücken des Powerknopfes drehte der Lüfter voll auf – mehr passierte nicht.
Für die Garantiebearbeitung gibt es bei uns ein paar “Standardfragen”, unter anderem “Ist das Gerät mit irgendwelchen Flüssigkeiten in Berührung gekommen?”. Manche Hersteller bringen nämlich Teststreifen an, welche sich beim Kontakt mit Flüssigkeit verfärben. Wenn der Kunde nun zum Beispiel angibt, dass er damit auch draussen arbeitet, und es eventuell mal ein Regentropfen ins Innere geschafft haben könnte, wird das so auch auf dem entsprechenden RMA-Formular vermerkt.

In diesem Fall gab uns der Kunde ziemlich deutlich zu verstehen, dass das niemals der Fall sein könnte, da er doch extrem pfleglich mit seinen Sachen umgeht. Ausserdem wäre es eine Unverschämtheit im so etwas zu unterstellen.
Nun ja…
Dieser Kunde wollte auch seine Daten in absoluter Sicherheit wissen – also das Notebook ohne Festplatte einschicken.

Nachdem ich den Deckel abgeschraubt hatte, machte ich eine sehr überraschende Entdeckung:

Dreiste luege oder nur Unwissenheit
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Also wenn das keine (recht klebrige) Flüssigkeit war…

Mit diesem Beweis in der Hand, wurde der Kunde plötzlich deutlich ruhiger. Auch war plötzlich nicht mehr von “Garantie” sondern nur noch von “Reparatur” die Rede.. ..so so.

Merke: Diejenigen, welche am lautesten Brüllen, haben meist was zu verbergen.

Ooops, gebrauchte neue Grafikkarte?

Dienstag, November 24th, 2009

Da ist einem unserer Lieferanten wohl eine kleine Panne unterlaufen: In der gestriegen Warenlieferung war eine XFX GeForce Grafikkarte mit bei, die offensichtlich schon einmal in Gebrauch war, auf jeden Fall aber geöffnet wurde:

IMG 5418

IMG 5419

Lizenzaufkleber

Dienstag, November 10th, 2009

Eine Kundin brachte uns Ihr Medion-Notebook zur Reparatur. Problem war die enorme Virenverseuchung, eine Neuinstallation wurde fällig. An der Unterseite des Gerätes konnte ich zu meinem Erstaunen keine Windows-Lizenz finden, was ich der Kundin mitteilte. Wenig später kam Sie vorbei und legte mir diese Windowslizenz vor:

Windowslizenz mal anders (1)Windowslizenz mal anders (2)

Ihre Erklärung dazu war folgende:

Durch die starke Hitze der CPU (ein nicht-mobiler Pentium 4 mit 3.0 GHz) verformte sich der Boden des Gerätes zunehmend. Kurz nach Ablauf der Garantie zerbrach die Unterseite und gab den Blick auf die verbaute Hardware frei – so war das Notebook natürlich unbenutzbar.
Ein anderes Fachgeschäft organisierte für Sie einen neuen Boden, welcher selbstverständlich ohne aufgeklebte Lizenz geliefert wurde. Genau so – also ohne Lizenz – wurde Ihr das Laptop dann auch zurückgegeben. Nachdem Sie sich mehrfach darüber beschwert hatte, drückte Ihr ein Mitarbeiter schließlich wortlos Ihren (aus dem alten Boden geschnittenen) Lizenzaufkleber in die Hand. Seitdem besucht Sie das Geschäft nicht mehr.

Der AMtel PC oder Sowas habe ich auch noch nicht gesehen!

Donnerstag, November 5th, 2009

Eigentlich fing alles ganz harmlos an. Ein typischer Fall von “PC geht nach kurzer Zeit aus”. Auch hat ein guter Bekannter vorher am PC gebastelt. So etwas deutet auf ein Kühlungsproblem der CPU hin.
Treffer! In diesem Fall saß der Intel LGA775 CPU Kühler nicht richtig, einer der 4 Haltepins war beschädigt, so daß der Kühler nicht mehr richtig kühlen konnte. Also habe ich den Kühler abmontiert und war kurz etwas verwirrt:

intel amd luefter bild1

(weiterlesen…)

Der Schmutz zum Wochenanfang

Montag, November 2nd, 2009

In voller Schönheit darf ich dem geneigten Publikum heute einen wundervollen CPU-Kühler präsentieren. Es handelt sich dabei um einen AMD-Boxed-Kühler in der Sonderedition “8-Flügel-Zigarettendreck”! *trommelwirbel*

Tadaaaaa:

verkeimter und kaputter CPU-Kühler
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Schönen Feierabend! =)

Das Masse / Leistungs – Verhältnis

Donnerstag, Oktober 29th, 2009

Wer denkt, dass es ein Masse / Leistungs – Verhältnis nur bei Fahrzeugen gibt, irrt! Auch bei Computern könnte man davon sprechen. Zugegeben, mit Beschleunigung oder Endgeschwindigkeit hat das nichts zu tun, aber eben dennoch etwas mit Leistung und Gewicht.
Die (elektrische) Leistung liefert beim PC das Netzteil – und genau um diese Teil geht es hier auch.

Des öfteren hatten wir schon Kunden, deren frisch gekaufte High-End-Grafikkarte nicht funktionierte. Häufig war daran das “Spitzen-600W-Ultra-Netzteil” von eBay für 10,- € Schuld. Solche Billigheimer kann meist selbst Otto-Normalverbraucher ziemlich mühelos erkennen – am Gewicht!
Ein ordentliches Netzteil besteht unter anderem aus ordentlich gewickelten, schweren Kupferspulen, auf welche die Billigheimer aus Kostengründen verzichten. Meist sind an Stelle der Kupferspulen die billigeren Aluminiumpendants oder gar nur Kondensatoren anzutreffen.

Nun hatten wir gerade kürzlich wieder ein derartiges 400W NoName-Netzteil in den Händen – und diesesmal kam mir die Idee, es einfach mal zu wiegen. Als Vergleich nahm ich ein 350W Netzteil von COBA aus unserem Gebrauchtwarenregal.

Netzteilgewicht 880g fuer 400WNetzteilgewicht 1960g fuer 350W
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Fazit:
Das nominell 50W schwächere Netzteil wiegt mehr als das doppelte!

Da ist nur der Karton beschädigt!

Samstag, Oktober 10th, 2009

Wir haben bei vielen unserer Händler die Möglichkeit, sogenannte “B-Ware” zu bestellen. Das sind dann im Regelfall Ausstellungsstücke oder auch Artikel, die aus Reklamationen stammen, kleine Schönheitsfehler aufweisen oder bei denen die Verkaufsverpackung oder das Zubehör beschädigt ist oder fehlt.
Um von vornherein eine gewisse Klarheit zu erzeugen, was denn nun angeboten wird, erfolgt eine Unterteilung in verschiedene Klassen. Zum Beispiel:
B1Neuware/entsiegelt/Verpackung fehlt, ggf. beschädigt
B2Gebrauchtware/Gebrauchsspuren/Zubehör komplett/Restgarantie/Verpackung optional
B3Gebrauchtware/Gebrauchsspuren/ohne Zubehör/ohne ggf. mit Restgarantie
etc. pp.

Genug der Vorrede.
Beim Bestellen bot mir diese Woche einer unserer Ansprechpartner einen TFT an, nach dem ich mich schon mal erkundigt hatte. Zu einem Super Preis, denn es handelte sich dabei um B-Ware, Kategorie B1. “Da ist nur der Karton beschädigt, sonst ist die Kiste tip-top in Ordnung!
Ich willigte ein, schließlich bekam ich einen schönen Monitor zu einem deutlich geringerem Preis.

Tja, die Freude währte nur bis ich den TFT in die Finger bekam. Der Karton war zwar wieder verklebt worden, allerdings sah es nicht wirklich gut aus, was da passiert war.

B-WARE TFT Samsung 943N defekt
(draufklicken zum Vergrößern)

Also machte ich mich mal fix ans Auspacken, denn entsprechende Schäden sollten immer so schnell wie irgend möglich gemeldet werden. Leider bestätigte sich meine anfängliche Befürchtung, als ich den TFT dann in den Händen hielt:

B-WARE TFT Samsung 943N defekt (2)B-WARE TFT Samsung 943N defekt (3)
B-WARE TFT Samsung 943N defekt (4)B-WARE TFT Samsung 943N defekt (5)
(draufklicken zum Vergrößern)

Ich muss fairerweise sagen, dass meinem Ansprechpartner nichts angelastet werden kann. In seiner Firma gilt die Anweisung, Ware aus beschädigten Kartons auszupacken und eine Sichtprüfung vorzunehmen. Nur wenn diese erfolgreich sein sollte, darf der entsprechende Artikel neu verpackt und umgelabelt werden. Scheinbar hatte der dafür zuständige Mitarbeiter schlicht und einfach keine Lust oder war im Stress.
Ich gehe eigentlich davon aus, dass die Beschädigung hätte auffallen müssen – schließlich sind TFTs von Samsung nicht so verpackt, wie beispielsweise die Monitore von NEC.

Mittlerweile ist “unser” TFT bereits auf der Rückreise, wenigstens die Erstattung funktioniert bei diesem Händler sehr gut.