schmutzig
Freitag, Februar 5th, 2010Ein durchsichtiges Netzteil mit Plexiglas ist ja ganz schick, aber nicht der Schmutz der sich darin sammelt.

Deshalb sollte man es ab und zu säubern. Erst recht wenn es in einem Acryl Case verbaut ist.
Ein durchsichtiges Netzteil mit Plexiglas ist ja ganz schick, aber nicht der Schmutz der sich darin sammelt.

Deshalb sollte man es ab und zu säubern. Erst recht wenn es in einem Acryl Case verbaut ist.
…war dieses Netzteil, was der Kunde für sein Netbook nachkaufte.

Der Asus EeePC verbraucht maximal “nur” 36 Watt. Dieses Detail war anscheinend nicht bekannt oder egal. Aber auf jeden Fall funktioniert es !
Wer denkt, dass es ein Masse / Leistungs – Verhältnis nur bei Fahrzeugen gibt, irrt! Auch bei Computern könnte man davon sprechen. Zugegeben, mit Beschleunigung oder Endgeschwindigkeit hat das nichts zu tun, aber eben dennoch etwas mit Leistung und Gewicht.
Die (elektrische) Leistung liefert beim PC das Netzteil – und genau um diese Teil geht es hier auch.
Des öfteren hatten wir schon Kunden, deren frisch gekaufte High-End-Grafikkarte nicht funktionierte. Häufig war daran das “Spitzen-600W-Ultra-Netzteil” von eBay für 10,- € Schuld. Solche Billigheimer kann meist selbst Otto-Normalverbraucher ziemlich mühelos erkennen – am Gewicht!
Ein ordentliches Netzteil besteht unter anderem aus ordentlich gewickelten, schweren Kupferspulen, auf welche die Billigheimer aus Kostengründen verzichten. Meist sind an Stelle der Kupferspulen die billigeren Aluminiumpendants oder gar nur Kondensatoren anzutreffen.
Nun hatten wir gerade kürzlich wieder ein derartiges 400W NoName-Netzteil in den Händen – und diesesmal kam mir die Idee, es einfach mal zu wiegen. Als Vergleich nahm ich ein 350W Netzteil von COBA aus unserem Gebrauchtwarenregal.
Fazit:
Das nominell 50W schwächere Netzteil wiegt mehr als das doppelte!
Da schließt man morgens (nichts böses ahnend) einen Kunden-PC an, welcher beim Kunden “nur noch komisch piept”. Also schnell VGA, PS/2 und Strom eingesteckt und auf den Powertaster gedrückt – siehe da: der PC geht schon mal an.
Ich drehe mich weg, um schonmal die Kiste mit dem Test-Arbeitsspeicher zu holen, da ertönen plötzlich gar seltsame Geräusche, die so überhaupt nichts mit einem piepen gemein haben.
*zischbritzelbrodelzisch*
Zeitgleich steigt mir ein beissender Geruch in die Nase.
Als mir bewusst wurde, dass Geräusch und Geruch vom Netzteil des soeben angeschlossenen PCs stammen, riss mein erster Griff den Netzstecker aus dem PC. Anschließend holte ich mit 2 schnellen Schritten unseren Feuerlöscher – sicher ist sicher.
Als sich der Qualm schon fast komplett verzogen hatte, dachte ich schließlich auch noch daran, ein Foto zu machen.
Schlussendlich reichte der Einbau eines neuen Netzteils, um den PC wieder lauffähig und den Kunden glücklich zu machen.
Im Normalfall sagen / beschreiben Kunden das, was sie nicht meinen. (Oder umgekehrt: Meinen das, was sie nicht sagen…)
So kommt es zB häufiger vor, dass Kunden sagen “Der Stromschalter von meinem Computer ist kaputt!“, damit aber den Power-Taster an der Gehäusefront meinen.
Gestern nun sagte ein Kunde erstmals “Mein Power-Taster geht nicht mehr!“. In solch einem Fall ist die schnellste und kostengünstigste Lösung einfach den Reset-Taster des Gehäuses als Ersatz zu verwenden. Der Kunde holte also seinen PC herein, woraufhin sich der eigentliche Fehler offenbarte:

Der Schalter des Netzteils war defekt! Und das bei einem guten HEC-Netzteil, welches gerademal 3 Jahre auf dem Buckel hatte.
Der Kunde erklärte, dass er den PC immer am Netzteil ausschalten würde, da das ja Strom spart… und um ganz sicher zu gehen, schaltet er anschließend auch noch die Schaltleiste aus.
Zusammenfassend:
1. Ein Kunde hat mal wieder gesagt, was er nicht gemeint hat
2. Ein neues 300W Netzteil gab es inklusive Einbau für rund 30,-€.
3. Der Kunde hat verstanden, dass er nur seine Steckdosenleiste abschalten muss.
In den letzten Tagen gingen relativ viele Komplettsysteme an Kunden. In fast allen wurden be quiet Netzteile verwendet. Hier die Ausbeute eines Tages, fein säuberlich in Pappe und Plastik (nicht im Bild) getrennt:

Vor kurzem war ein guter Kunde bei uns, der sich ein wenig nach aktueller Hardware, unter anderem auch nach Netzteilen, erkundigte. Sein Interesse dafür begründete er mit dem Satz: “Ich hab euch nämlich blogbares Material vorbeigebracht!”
Da war ich nun aber gespannt wie ein Flitzebogen!
Er griff in seinen Rucksack und legte mir ein 08/15-550W-Netzteil auf den Tisch. Auf den ersten Blick nichts ungewöhnliches, aber auf den zweiten:
Erstmal nichts ungewöhnliches:

(draufklicken zum Vergrößern)
Die Besonderheit offenbarte sich dann beim genauen Hinsehen und “Hinriechen”.
Da hat es ein wenig gestunken:

(draufklicken zum Vergrößern)
Er war wohl gerade am PC beschäftigt, als es plötzlich verbrannt roch und Qualm aus dem Rechner stieg. Abschalten und sofort vom Stromnetz trennen erwies sich als richtige Reaktion in diesem Moment.
Glücklicherweise waren keine weiteren Komponenten in Mitleidenschaft gezogen worden, so dass nur das Netzteil hätte getauscht werden müssen – allerdings nahm er das gleich als Anlass, seinen kompletten PC aufzurüsten.
[KW]
Dieses Netzteil war in einen älteren Dell Gaming-PC eingebaut. 460 Watt und ca. 5 Kilogramm nennt es sein Eigen.


Ein Mordsteil, aber leider Defekt.
Bei Dell kostete dieses Netzteil 180,- Euro*. Der Kunde entschied sich dann doch lieber für einen neuen Tower (Chieftec) und ein neues “normales” Netzteil (be Quiet).
[CM]
Ein Kunde brachte einen PC von Dell zu uns, weil er sich nicht mehr anschalten ließ. Also erstmal ein kurzer Blick ins Innenleben…

Vor einer Woche hatten wir ein ACER Notebook mit defekter DC-Buchse. Wie vermutet hat die Reparatur geklappt:
Alt:

Neu:

Diesmal hat es ein ACER – Notebook erwischt:


Sollte nur die DC-Buchse defekt sein, dann stehen die Chancen für eine relativ günstige Reparatur gut!
Selten, aber immer wieder mal, probieren Kunden den kleinen roten “230″ Schalter am Netzteil aus. Dies endet in einem Knall, welcher das Ableben des Netzteils akustisch untermalt! In den meißten Fällen geht die Sache mehr oder weniger gut aus und es bleibt bei einem defekten Netzteil.
Auch dieser Kunde hatte Glück und kam relativ preiswert und schnell dabei weg.

