Ein Kunde brachte ein Notebook wegen eines Garantiefalls zu uns. Nach dem Drücken des Powerknopfes drehte der Lüfter voll auf – mehr passierte nicht.
Für die Garantiebearbeitung gibt es bei uns ein paar “Standardfragen”, unter anderem “Ist das Gerät mit irgendwelchen Flüssigkeiten in Berührung gekommen?”. Manche Hersteller bringen nämlich Teststreifen an, welche sich beim Kontakt mit Flüssigkeit verfärben. Wenn der Kunde nun zum Beispiel angibt, dass er damit auch draussen arbeitet, und es eventuell mal ein Regentropfen ins Innere geschafft haben könnte, wird das so auch auf dem entsprechenden RMA-Formular vermerkt.
In diesem Fall gab uns der Kunde ziemlich deutlich zu verstehen, dass das niemals der Fall sein könnte, da er doch extrem pfleglich mit seinen Sachen umgeht. Ausserdem wäre es eine Unverschämtheit im so etwas zu unterstellen.
Nun ja…
Dieser Kunde wollte auch seine Daten in absoluter Sicherheit wissen – also das Notebook ohne Festplatte einschicken.
Nachdem ich den Deckel abgeschraubt hatte, machte ich eine sehr überraschende Entdeckung:

(draufklicken zum Vergrößern)
Also wenn das keine (recht klebrige) Flüssigkeit war…
Mit diesem Beweis in der Hand, wurde der Kunde plötzlich deutlich ruhiger. Auch war plötzlich nicht mehr von “Garantie” sondern nur noch von “Reparatur” die Rede.. ..so so.
Merke: Diejenigen, welche am lautesten Brüllen, haben meist was zu verbergen.