Gestern kam eine Kundin zu uns und sagte, dass ihr Rechner mit Windows XP zwar hochfährt, allerdings nach 10 Minuten (manchmal auch schon früher) einfriert. Als Fachpersonal schaut man natürlich erstmal in den Innenraum des PCs um mögliche, offensichtliche Fehler auszuschließen.
Beim ersten Blick fiel mir dann in selbigem nichts Sonderbares auf und so beschloss ich den Rechner zu starten um eventuell in dem Ereignis-Log einen Fehler zu finden. Kaum war dies getan, musste ich aber feststellen, dass auch dort nichts zu finden war. Zwar hielt der Rechner der etwa 12 minütigen Prognose stand, doch als die Kunden gerade im Begriff war, den Rechner wieder einzupacken, stand der Rechner im “Was möchten Sie tun? StandBy, Ausschalten, Neustarten”-Bildschirm fest. Nichts ging mehr.
Also den Rechner in die Werkstatt und da einen RAM-Test durchlaufen lassen. Nach sage und schreibe 6 (!!!) Sekunden brach dann das System wieder zusammen und die lustige Fehlersuche begann. Was ich zunächst für nicht erwähnenswert hielt (und ehrlich gesagt auch nicht gesehen habe) ist das kleine, silberne Ding unter dem Modem:

(draufklicken zum Vergrößern)
Dieses Teilchen hatte sich offensichtlich vom CPU-Kühler gelöst, oder vielmehr war das Retentionmodul an der Halterung abgebrochen, und war in die Tiefe gestürzt um sich dann penibel vor den Augen des Fachpersonals UNTER dem Modem zu verstecken. Dazu muss ich sagen, dass ich – wenn ich sowieso ein neues Rentionmodul anbringen muss – das Mainboard inklusive Modem ausbauen muss. Anders hätte sich die Klammer auch nicht hervorholen lassen… Frag wer den Fuchs, wie sie runter gekommen ist.
Ende des Gedichts war dann, dass es am CPU-Kühler lag, der nicht richtig aufgelegen hat und damit die CPU “etwas” warm werden ließ. Bei einem Athlon64 auch nicht wirklich ungewöhnlich. Also neuer Kühler drauf, natürlich vorher das Retentionmodul montiert und nun läuft das System wieder flüssig.
C-1
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